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OMBUDSFRAU

Ombudsfrau für Patienten und Angehörige

Eine Ombudsstelle, initiiert von 25 Spitälern und Kliniken der Nordwestschweiz, steht ratssuchenden Patientinnen und Patienten oder deren Angehörigen kostenlos zur Verfügung. Die unabhängige Ombudsfrau Regula Diehl versteht sich als Schlichterin und Vermittlerin bei Konflikten zwischen Leistungserbringern und -bezügern, nicht als Anwältin der einen oder anderen Seite.

Anlaufstelle für Patienten und Angehörige

Regula Diehl

Konflikte in Spitälern sind nicht auszuschliessen. Die Patientinnen und Patienten müssen sich in einer hochkomplexen Organisation und in einer oft stressigen Ausnahmesituation zurecht finden. Man fühlt sich manchmal ausgeliefert, unverstanden oder falsch behandelt. Das kann sowohl Patienten wie auch den Angehörigen so ergehen. Was aber tun, wenn die Nerven blank liegen und im Gespräch mit den Verantwortlichen in den Spitälern keine Einigung bei einem Problem erzielt werden konnte?

Dieses Thema gehen die in der Vereinigung Nordwestschweizer Spitäler (VNS) zusammengeschlossenen Institutionen nun an, indem sie eine gemeinsame Ombudsstelle ins Leben riefen. Involviert sind alle Spitäler und Kliniken in den beiden Basel plus das Spital Dornach aus dem Kanton Solothurn.

Als Ombudsfrau will Regula Diehl (Jahrgang 1960) ein offenes Ohr für ratsuchende Patientinnen und Patienten oder für deren Angehörige haben. Als parteilose Verfassungsrätin hat sie zwischen 1999 und 2005 in der Kommission Behörden an der neuen Basler Kantonsverfassung mitgearbeitet. Schon seit über zehn Jahren amtiert Regula Diehl überdies als Basler Ombudsfrau für Altersfragen und Spitex. Die Ombudsstelle Spitäler Nordwestschweiz und die Ombudsstelle für Altersfragen und Spitex befinden sich am gleichen Ort.

Die Basler Anwältin und ausgebildete Mediatorin Regula Diehl stellt die Suche nach einer einvernehmlichen Lösung in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen, wie sie an einer Medienkonferenz aufzeigte. Bei Bedarf kann die Ombudsfrau Akten einsehen und die Rechtslage klären. Die Ombudsfrau ist unabhängig und gehört keiner Institution oder Trägerschaft an. Die Schweigepflicht ist gewährleistet. Die Ombudsstelle verfügt aber über keine Entscheidungskompetenzen. Von der Patientenstelle Basel grenzt sie sich ab, ebenso von den vorgelagerten Beschwerdestellen der einzelnen Spitäler und Kliniken.

Mit welchen Fällen sie es inskünftig als Ombudsfrau zu tun haben könnte, kann Regula Diehl vorderhand nur erahnen. Als fiktives Beispiel nennt sie einen Patienten, der stundenlang im Spital auf seine Behandlung warten musste oder eine muslimische Patientin, die sich von keinem Mann waschen lassen will.

Nicht zuständig ist die Ombudsstelle bei Auseinandersetzungen zwischen Patienten und deren Angehörigen, also bei rein privaten Konflikten sowie bei personellen Angelegenheiten von Mitarbeitenden. Auch rein versicherungsrechtliche Fragen gehören nicht zum Aufgabengebiet der Ombudsfrau, sondern sollten an den Ombudsman Krankenversicherung gerichtet werden. Ebenso wird sich die Ombudsstelle der Spitäler nicht in laufende Gerichtsverfahren einmischen.

Beschwerden können von Angehörigen oder Patienten, die in einem der VNS-Spitäler behandelt wurden, entweder schriftlich oder mündlich erfolgen. Die Ombudsstelle Spitäler Nordwestschweiz befindet sich am Rümelinsplatz 14 in Basel. (Tel: 061 269 80 58 oder E-Mail an kontakt@ombudsstelle-spitaeler.ch.

Website: Ombudsstelle Spitäler Nordwestschweiz

Die richtige Adresse, wenn ältere Menschen mit Pflegesituationen in Konflikt geraten: Basler Ombudsstelle für Altersfragen und Spitex

eMail: kontakt@ombudsstelle-alter.ch