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Enkeltrick

Betrüger geben sich am Telefon häufig als Verwandte oder Bekannte aus und bitten um einen grossen Geldbetrag von bis zu CHF 100'000.--, der ihnen aus einer Notlage helfen würde.

So gehen die Betrüger vor:

  • Sie nehmen telefonisch Kontakt mit älteren Menschen auf und geben vor, Verwandte oder Bekannte zu sein.
  • Dann täuschen die Täter eine dringende Notlage vor und bitten um hohe Bargeldbeträge, zum Beispiel weil sie sich bei einem Kauf finanziell übernommen haben.
  • Sie steigern durch mehrere Anrufe in kurzer Zeit den psychischen Druck auf ihr Opfer («Hilf mir bitte!»)
  • Sie bitten im Verlauf der Gespräche um absolute Verschwiegenheit.
  • Sie sagen, dass sie leider nicht selbst vorbeikommen können und vereinbaren mit ihrem Opfer ein geheimes Wort, mit sich eine noch unbestimmte Person als berechtigt ausweisen wird, das Geld persönlich abzuholen.
  • In vielen Fällen haben die Opfer nach solchen Gesprächen hohe Geldbeträge bei ihrer Bank abgehoben, um der «verwandten oder bekannten» Person zu helfen.

So schützen Sie sich:

  • Prüfen Sie nach dem Anruf, ob sie den Verwandten oder Bekannten, der mit Ihnen den Kontakt aufgenommen hat, wirklich kennen und ob Sie über eine Kontaktadresse oder Telefonnummer verfügen. Wenn ja, rufen Sie ihn oder sie auf dieser Nummer an und besprechen die Sache nochmals.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Sie vermuten, dass etwas nicht stimmt: Tel. 117 oder Tel.112
  • Wenden Sie sich auch dann an die Polizei, wenn Sie bereits Opfer geworden sind.
  • Geben Sie einem Unbekannten auf keinen Fall Bargeld

Übrigens: Warum gerade ich?

"Klassische" Namen wie etwa Adelheid, Maria, Josef, Karl und ähnliche geben einen Hinweis darauf, dass es sich um eine ältere Person handeln könnte. Lassen Sie im Telefonbuch nur den Nachnamen und den Anfangsbuchstaben des Vornamens eintragen. Beispiel: Müller J. - das ist neutral und unverbindlich.

Die Kantonspolizei Basel-Stadt empfiehlt den Angehörigen älterer Menschen:

Schützen Sie Ihre älteren Familienmitglieder, indem Sie mit Ihnen über Telefonbetrüger sprechen und sie auf die Methoden und Varianten des so genannten «Enkeltricks» hinweisen.

Rufen Sie sofort die Polizei an, wenn Sie einen Betrug vermuten: Tel. 117

Die Enkeltrickbetrüger lassen sich etwas Neues einfallen:

Um die persönlichen Umstände eines möglichen Opfers auszuspionieren, ruft ein falscher Polizist an. Die Kantonspolizei Basel-Stadt warnt vor der Masche.

[sda] - In den vergangenen Tagen hätten mehrere Personen im Kanton Anrufe eines Mannes erhalten, der sich als Polizist ausgab, hiess es in einem Communiqué. Der "Polizist" erkundigte sich unter dem Vorwand, Auskünfte über Enkeltrickbetrüger einzuholen, nach den persönlichen Verhältnissen der Angerufenen.

Insbesondere interessierte er sich für die Vermögensverhältnisse und die Wohnsituation. Wie Polizeisprecher Peter Gill gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte, würde ein echter Polizist so etwas nie tun.

Sobald ein "Polizist" frage, ob die angerufene Person alleine lebe und ob Geld im Haus sei, gebe es nur eines: Nummer 117 wählen und die Polizei anrufen. Extrem wichtig sei es auch, sämtliche Auskünfte zu verweigern.

Zur Erinnerung: Die Enkeltrickbetrüger kontaktieren ihre Opfer telefonisch und geben sich als Verwandte oder Bekannte in Not oder vor einem Liegenschaftskauf aus. Sie bitten um ein kurzfristiges Darlehen, das sie noch gleichentags am Wohnort des Opfers abholen wollen.

Kurz vor der Übergabe erfolgt ein weiterer Anruf, der Terminprobleme vorgauckelt. Eine Vertrauensperson hole das Geld ab. Bei der Übergabe unterschreibt diese Vertrauensperson dann artig eine Quittung - und verschwindet mit dem Geld auf Nimmerwiedersehen.

Ratgeber Schweizerische Kriminalprävention