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VIEL WIRBEL UM DEN BEBBISAGG

Abfall-Diskussion

An seiner letzten Delegiertenversammlung hat der Verein „55+ Basler Seniorenkonferenz“ über das Massnahmenpaket des Regierungsrats zur Verbesserung der Sauberkeit und Abfallvermeidung in Basel diskutiert. Bebbisäcke vor die Haustür stellen oder zum nächsten Sammelcontainer bringen, sprich schleppen? Die Medienmitteilung vom 24. März 2014 im Wortlaut.

Gegenwehr zum Thema Abfallcontainer

"Beim neuen Massnahmenpaket des Regierungsrats zur Verbesserung der Sauberkeit und Abfallvermeidung geht es um die flächendeckende Abfallentsorgung durch ein noch zu bauendes Containersystem. Dadurch sollen die Bebbi-Säcke, welche bis anhin zweimal pro Woche vor die Türe gestellt werden konnten, aus unserem Stadtbild verschwinden.

Um dies zu realisieren, muss das Umweltschutzgesetz durch den Grossen Rat entsprechend geändert werden.

Um es klar auszudrücken: wir haben nichts gegen eine Verbesserung der städtischen Sauberkeit – im Gegenteil, wie lieben unser Basel und sind gegen das Littering und herumliegenden Abfall.

Was wir aber nicht wollen ist, dass die Gesetzesänderung vorsieht, dass dies vor allem auf dem Rücken der älteren und behinderten Menschen geschieht.

Neu sollen die gefüllten Bebbi-Säcke nicht mehr vor die Türe gestellt werden können sondern gehören in einen Container geworfen. Container, die wie Pilze aus dem Boden gewachsen, alle hundert Meter auf der Strasse (Parkplätze) oder auf dem Trottoir platziert wurden.

Die 5 bis 7 Kilo schweren Säcke (35l) müssen also zu den Containern geschleppt werden um dann in die erhöhte Containeröffnung versorgt zu werden.

Eine nicht leichte Aufgabe – weder für jüngere, ältere oder behinderte Menschen!

Geradezu arrogant scheint uns das Befürworter-Argument „wer seinen Einkauf selbst tätigen kann – ist fähig, auch den Abfall zu entsorgen“.

Das bisherige Abfallkonzept hat bestens funktioniert. Dass es – wie übrigens bei fast allen übrigen „Regeln“ – eine kleine Minderheit von Abweichlern gibt, wird auch von uns bedauert. Um dies zu verhindern sind die Abfalldetektive geschaffen worden, die es auch nach dem neuen Konzept weiter geben soll.

Gesamthaft betrachtet ist es nichts, als eine Sparmassnahme. Die diesbezügliche öffentliche Leistung wird abgebaut – die Leistung der Bewohner und der Bewohnerinnen erhöht. Bezeichnend ist auch, dass die gesamte Abfallentsorgung, nach deren Einführung, den Kanton 1 Million Franken weniger kosten soll!

Die Kosten werden mit 26,5 Millionen Franken beziffert. Die IWB soll sich dabei mit 20 Millionen Franken beteiligen, weil sie in den letzten Jahren bei den Verbrennungsgebühren einen Überschuss erzielt haben. Wer wohl hat diese überschüssigen Gebühren bezahlt?

Wir wollen dieses Container-Konzept so nicht! Es erschwert uns das Leben."

Der Artikel in der BZ

Stellungnahme der Avivo Basel