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144 Die Rettungskette

Bei einem Herz-Kreislaufstillstand kommt es auf jede Minute an. Je grösser das Wissen, was im Notfall zu tun ist, desto höher die Überlebenschancen. Eine Basler Kampagne zeigt die vier wichtigsten Schritte der Ersten Hilfe auf.

Jedes Jahr erleiden rund 8000 Menschen in der Schweiz einen Herz-Kreislauf-Stillstand, den sogenannten Herzinfarkt. Die Kampagne "So sehen Lebensretter aus", welche die Schweizerische Herzstiftung als Partnerin unterstützt, ist vom 26. März bis zum 16. April in den BVB-Trams zu sehen und unbegrenzt über Facebook: www.facebook.com/gesundheitbasel

Laienhelfer: Aufbau eines First Responder Systems

Die Kampagne weist auf das dahinterliegende Konzept hin für das Schliessen einer aktuellen Lücke in der Rettungskette bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand: Basel-Stadt baut aktuell ein so genanntes First Responder System auf. Die Überlebensrate nach einer Reanimation liegt in der Schweiz zwischen fünf bis 13 Prozent. Kantone mit einem erfolgreich implementierten First Responder System wie die Kantone Tessin oder Bern konnten die Überlebensrate auf 52 Prozent steigern.

Um einen Herz-Kreislauf-Stillstand ohne neurologische Schäden zu überstehen, ist nebst der Herzdruckmassage eine frühe Defibrillation entscheidend. Die durchschnittliche Anfahrtszeit der Sanität zu einem Einsatzort bei dringenden Einsätzen dauert im Kanton Basel-Stadt durchschnittlich zehn Minuten. Das bedeutet, dass nicht alle Patientinnen und Patienten innerhalb der kritischen Frist von weniger als fünf Minuten nach Eintreten eines Herz-Kreislauf-Stillstandes professionelle Hilfe erhalten können. Mit jeder verlorenen Minute sinkt die Überlebenschance um bis zu zehn Prozent. Um noch schneller Hilfe leisten zu können, wird im Kanton Basel-Stadt deshalb neu das sogenannte First Responder System aufgebaut: Ausgebildete und registrierte Laienhelfer - die First Responder -, welche sich nahe beim Ereignisort befinden, werden von der Sanitätsnotrufzentrale 144 alarmiert, eilen zum Ereignisort und leisten Erste Hilfe bis zum Eintreffen der Sanität. Ab dem Frühjahr 2018 wird das System mit Mitarbeitenden des Gesundheitsdepartementes und des Justiz- und Sicherheitsdepartementes, welche eine Ersthelfer-Ausbildung bei Herz-Kreislauf-Stillstand (Fachbegriff: BLS-Ausbildung, Basic Life Support) haben, getestet. In einem zweiten Schritt wird das First Responder System für die Bevölkerung geöffnet. Wer jetzt schon Interesse an einer Teilnahme hat, kann sich unverbindlich unter hier informieren.

Flyer Tramplakat