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Fit für Tablet & Co

Fit für Tablet & Co

Unser Alltag wird zunehmend digitalisiert. SMS versenden, mailen, online einkaufen, Veranstaltungen googeln – wer heute mit Tablet und Co nicht umgehen kann, fühlt sich zunehmend isoliert. Auch ältere Menschen wollen den Umgang mit der digitalen Welt erlernen, wichtig ist dafür einfach der erste Schritt: sich für einen Kurs anmelden.

„Was ist ein Home-Button?“

Wie erstelle ich einen Kontakt? Was ist eine Apple-ID, ein Home-Button? Und vor allem: wie kommt mein Mail an den richtigen Ort?

Fragen über Fragen, die von der Kursleiterin Barbara Krieg an diesem Vormittag geduldig erklärt werden. Aber alles der Reihe nach. Eins ums andere. „Das luege mr jetz zämme aa“, sagt sie. Die sechs Frauen, die sich im Kurslokal der Pro Senectute interessiert über ihr Tablet beugen, betreten gemeinsam Neuland. Sie hatten früher nie etwas mit Computer zu tun. Im Berufsleben nicht und zuhause sowieso nicht. „Der Mann hatte einen PC“, doch jetzt, allein lebend, will sie auch ins Internet. Die andere möchte mit ihrer Freundin in Frankreich skypen. Der Enkel hat sie neugierig gemacht und schon mal eine Kontaktliste auf dem Smartphone erstellt. SMS verschicken. Whatsapp. Imessage. Schnell und praktisch. Nicht mehr abgeschnitten sein. Übers Internet eine Reise buchen, das Museumsprogramm des Tages abrufen – viele Möglichkeiten tun sich auf.

Gemäss einer Studie „Digitale Senioren“ die Pro Senectute Schweiz bei der Universität Zürich in Auftrag gegeben hat, hat der Anteil der «Online-Senioren» seit 2010 um die Hälfte zugenommen, ein Drittel verfügt über Tablets oder Smartphones. Sogenannte „Onliner“ fühlen sich dank des Internets sozial integrierter als „Offliner“ und sind überzeugt, dass sie mit Hilfe des Internets länger selbständig bleiben können. Offliner und technikferne Seniorinnen und Senioren werden zunehmend von Informationen und Dienstleistungen abgeschnitten.

Die Digitalisierung ist eine Chance, so heisst es bei Pro Senectute Basel, die seit Jahren eine grosse Auswahl an Basis- und Aufbaukursen für alle gängigen IT-Anwendnungen anbietet. Die früheren Windows- Word- und Excellkurse allerdings sind heute nicht mehr so gefragt. Das Angebot wird entsprechend ständig angepasst. Am begehrtesten sei heute das Smartphone und dasTablet. Die Kommunikation hat sich heute verändert, stellt Barbara Krieg fest, heute will man mal schnell ein Foto verschicken, ein Mail oder eben mal etwas googeln, das gehört zum Leben dazu, davon hört man vom Enkelkind. Dafür braucht es keinen PC, mobile Geräte sind handlich und praktisch. Den Menschen vor der digitalen Technik die Angst nehmen, den Widerwillen, ihnen Mut machen, das ist der erste Schritt in einem Basiskurs. Darauf lässt sich aufbauen. Das weitere Rüstzeug liefert dann ein Aufbau- oder Vertiefungskurs oder man geht beim jungen Nachbarn in die Lehre.

Die sechs Damen an diesem Vormittag jedenfalls - Zufall, dass heute kein männlicher Teilnehmer dabei ist - bekommen sichtlich Spass an der Sache. Eifrig tippen sie die Adresse der Kollegin ins Kontaktfeld und versenden - wuuschsch- ihre erste Mail…

Informationen und Kursprogramme

Kurse gibt es bei verschiedenen Anbietern, Erwachsenenbildern und Klubschulen.

Pro Senectute hat - wie in unserem Beispiel- ein besonders für ältere Neulinge zugeschnittenes Angebot:

Kursprogramm