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Info älter werden erklärt

„Info älter werden“ weiss, wer beim Älterwerden hilft

Interview zu der Infostelle für Altersfragen in Basel

«Info älter werden» ist am 15. November 2017 im Schmiedenhof als Erweiterung zur Infothek des GGG Wegweisers eröffnet worden. Barbara Heinz, Geschäftsführerin von GGG Wegweiser, gibt Auskunft über die neue Informationsstelle.

Welches Angebot erwartet mich in der Infostelle «Info älter werden»?

Barbara Heinz: Die Infostelle richtet sich speziell an Menschen im Alter ab 55 Jahren. Sie ist aus dem Bedürfnis insbesondere der älteren Bevölkerung entstanden, die grosse Vielfalt an sozialen Dienstleistungen besser zugänglich zu machen. Immerhin sind in unserer öffentlichen Datenbank sozialesbasel.ch 1'200 Angebote von 500 Organisationen erfasst. Indem wir – sozusagen als Drehscheibe – Informationen, Hilfsmöglichkeiten, Unterstützung und passende Fachstellen vermitteln, nehmen wir eine Triage-Funktion wahr, damit sich die Ratsuchenden besser im sozialen Basel orientieren können. Denn oftmals sind die tollen, kostengünstigen Angebote der Kundschaft gar nicht bekannt. Dies soll durch «Info älter werden» verbessert werden. Wir unterstützen übrigens auch gerne Mitarbeitende von Institutionen bei der Suche nach der passenden Dienstleistung für ihre Klientinnen und Klienten.

Wer berät mich bei «Info älter werden»?

Am Kundendesk informieren Sie Personen, die sich als Freiwillige zur Verfügung stellen. Ihr beruflicher Hintergrund ist unterschiedlich, manchmal sind es zum Beispiel pensionierte Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter oder auch Menschen mit einer kaufmännischen Ausbildung. Neben Schulungen durch unsere Profis erhalten sie laufend Weiterbildung und Supervision, um sich über schwierige oder auch gelungene Situationen austauschen zu können. Unsere Freiwilligen sind durchwegs engagierte, sozial kompetente Persönlichkeiten, die eine ausgesprochene Affinität zu sozialen Fragen mitbringen. Ein Grossteil der Mitarbeitenden ist schon viele Jahre hier tätig und kann daher aus einem grossen Erfahrungsschatz schöpfen.

Wie kann ich die Infostelle kontaktieren?

Sie können persönlich bei uns vorbeikommen, telefonieren, sich per Mail an uns wenden oder uns via infoaelterwerden.ch kontaktieren. Falls Sie lieber selber recherchieren, können Sie die gewünschten Informationen auch direkt über unsere Datenbank sozialesbasel.ch abfragen. Ob Sie danach den Kontakt zur betreffenden Institution selber herstellen wollen oder ob Sie vorher noch weitere Informationen von uns anfordern, entscheiden Sie. Bei Bedarf vereinbaren wir im Auftrag des Kunden auch einen Beratungstermin, zum Beispiel bei GGG Migration, oder wir vermitteln zum Beispiel einen Sehbehinderten, der jemanden zum Vorlesen sucht, an die passende Stelle weiter.

Wie verläuft eine Beratung?

Das Allerwichtigste ist, dass wir dem Ratsuchenden zuhören und sein Anliegen erfassen. Wir fragen auch mal nach, wenn er oder sie sein Anliegen nicht klar benennen kann. All diese Abklärungen erfolgen in einem geführten Gespräch. Wichtig ist, zu betonen, dass wir bei «Info älter werden» keine Ad-hoc-Beratungen zu den individuellen Problemstellungen anbieten. Wir machen eine Triage, indem wir zuhören und unseren Kunden den passenden Partner für ihr Anliegen unterbreiten. Wir machen Vorschläge von Angeboten, die für die betreffende Person in Frage kommen.

Welches sind die häufigsten Anfragen?

Die meisten Anliegen betreffen die Bereiche Unterstützung im Alltag, Rechtsfragen und Finanzen. Unsere Dienstleistungsvermittlung reicht bei diesen Themen von Schreib- und Begleitdienst oder PC-Hilfe über Familien-, Wohn- und Erbrecht bis hin zu Budget- und Schuldenberatung oder Steuern. Es gibt aber auch Anfragen aus anderen Bereichen, wie zum Beispiel Freiwilligenarbeit oder Gesundheit.

Gibt es ähnliche Infostellen andernorts?

Nein. Diese Art von Infostelle hat in der Schweiz Pioniercharakter: An nur einem Ort finden Menschen ab 55 Jahren die ganze Palette an Angeboten, die in ihrem Wohnkanton zur Verfügung stehen.

Was ist Ihre Vision für «Info älter werden»?

Unser Ziel ist es, mit den verschiedenen sozialen Organisationen in Kontakt zu bleiben und das Netzwerk noch weiter auszubauen und zu intensivieren. Je bekannter unsere persönliche Informationsvermittlung und die Datenbank werden, desto mehr ältere Menschen können unsere Dienstleistung nutzen.

GGG Wegweiser ist 1996 entstanden und vermittelt Ratsuchende an die passenden Institutionen im Kanton Basel-Stadt, wofür die Organisation 2011 mit dem «schappo», dem Preis für freiwilliges Engagement, ausgezeichnet wurde.