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Graue Panther feiern 25 Jahre

Selbstbestimmt und engagiert

„25 Jahre und kein bisschen leise“: 2011 feierten die Grauen Panther Nordwestschweiz ihr 25jähriges Bestehen. Viel hat sich geändert in diesem Vierteljahrhundert, aber immer gleich bleibt das Fundament: Die Grauen Panther sind eine Bewegung für die Grundrechte, die Menschenwürde und das Zusammenleben aller Generationen.

Die Grauen Panther Nordwestschweiz: Eine Bewegung für Selbstbestimmung im Alter und mit Engagement für die Gemeinschaft. Martin Matter, ehemaliger Redaktor der Basler Zeitung und Geschäftsleitungsmitglied der Grauen Panther (im Foto oben Dritter von links), hält hier sein persönliches Plädoyer, denn: Panther sein ist eine Haltung.

"Die Grauen Panther sind eine Bewegung für die Grundrechte, die Menschenwürde und das Zusammenleben aller Generationen. Wir wehren uns gegen jede Diskriminierung des Alters. Wir bringen uns aktiv in die Gesellschaft ein, gestalten sie mit und lassen nicht über uns verfügen. Wir gehen die Probleme der Zeit an. Wir bemühen uns, miteinander und nicht nebeneinander zu leben, deshalb:

• suchen wir den Kontakt zu allen Generationen und befassen uns intensiv mit den Problemen unserer näheren Umgebung, unseres Quartiers, der Gemeinde, des Kantons, der Gesellschaft und des Bundes,

• setzen wir uns ein für die sozial Schwächeren in unserer Gesellschaft,

• vertreten wir die Anliegen der Mitglieder, indem wir uns an Behörden und Institutionen wenden und unterstützen Politiker und Politikerinnen, welche sich für die ältere Generation einsetzen,

• nehmen wir regen Anteil am Tagesgeschehen. Durch den Gebrauch unserer Fähigkeiten und Kenntnisse bleiben wir aktiv, lernfähig und Neuem gegenüber aufgeschlossen.

2009 haben wir für unseren Einsatz für soziale Gerechtigkeit für alle den Basler Schappo-Preis erhalten.

Wir mischen uns politisch überall dort ein, wo wir es für richtig und nötig halten. Sehr eingesetzt haben wir uns gegen die Explosion der Pflegeheimkosten im Baselbiet , mit Erfolg: Die Taxen mussten nach detaillierten Erhebungen korrigiert werden, doch die Frage der Rückzahlung zuviel bezahlter Kosten ist nach wie vor offen. Wir haben uns bei der Trambeschaffung und der Verbesserung der ersten Tango-Serie aktiv eingebracht. Jetzt fährt ein neues Tangotram mit dem Namen „Graue Panther Nordwestschweiz“ durch die Region. Seit vielen Jahren sind wir in Basel beim Projekt „Senioren in der Schule“ dabei. Dieser Tage haben wir eine neue Arbeitsgruppe gegründet für den laufend bedeutungsvolleren Themenbereich „bezahlbares Wohnen im Alter“.

Aber die politische Einmischung ist nicht alles. Wir wissen: Einsamkeit, Langeweile und das Gefühl der Nutzlosigkeit sind die schlimmsten Feinde des Alters. Die Grauen Panther bieten Platz für eigene Aktivitäten. Wer eine Idee hat, sucht Gleichgesinnte für eine Umsetzung. In Arbeitsgruppen können wir Themen vertiefen oder einfach Freude am Zusammensein erleben, Freundschaften entstehen, man kann füreinander da sein. Derzeit haben wir Gruppen etwa mit den Themenbereich Schreibwerkstatt, Dialog, Café Philo, Poetik, Spielen, Vorlesen, dazu zwei Arbeitsgruppen für aktuelle politische Sachfragen. Unsere Schreibwerkstatt hat zum Jubiläum ein Buch mit wunderbaren, selbstgeschrieben Geschichten herausgegeben.

Panther sein ist eine Haltung und keine automatische Mitgliedschaft ab Eintritt ins Rentenalter, wie es bei vielen Seniorenorganisationen im rechten und linken Spektrum der Fall ist (Rentnervereinigungen des früheren Arbeitgebers, Ableger von politischen Parteien und Gewerkschaften etc.). Graue Pantherinnen und Panther entscheiden selber, in welcher Form sie sich engagieren wollen. Und das macht auch Spass!"

www.grauepanther.ch