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Vreni Huber - Fitnessinstruktorin

Ob sie eine Kultfigur sei? Vreni Huber lacht: «Das weiss ich nicht, aber wenn, dann bin ich gerne eine Kultfigur! Sie mache eben gerne lockere Sprüche, das gefalle ihr und den Leuten gefällt das auch. «Die Lockerheit ist mir angeboren.» Schon in der Schule habe sie immer gern den Bajass gemacht, das ist ihr geblieben.

Seit über zwanzig Jahren leitet die Ur-Kleinbaslerin Vreni Huber die Gymnastik- und Bewegungsstunde von Gsünderbasel «Aktiv!Im Sommer» auf der Schützenmatte. Jeden Dienstag von 19.00 -20.00, ob bei Sonnenschein, ob es regnet oder Katzen hagelt. Dann kommen vielleicht 50 Leute, bei schönem Wetter sind es 150. Mindestens. Viele von ihnen sind Habitués. Mütter nehmen ihre Töchter mit und die ihren Freund. Viele kennen die Fitnessinstruktorin seit Jahren, ganz einfach s’Vreni, die mit Power und Elan über die Parkwiese flitzt. Vorturnt. Eins, zwei, Bein hoch, Sprung. Mal hier ein Sprüchlein, dann wieder wird dort eine Haltung korrigiert. Vreni sieht alles und gibt erst Ruhe, wenn die Übung sitzt. Dann rennt sie beruhigt wieder zurück, in die Mitte des Kreises, turnt weiter, vor zurück, biegt sich im Rhythmus der Musik. «Musik und Bewegung» sagt sie, «das ist mein Dope.» Sie liebt diese Aktiv! Im Park-Stunden. Freut sich jedes Jahr, wenn es anfangs Mai losgeht. Die frische Luft, die vielen Leute, die gute Stimmung, so kann es noch lange weitergehen. «Bis ich hundert bin». Sie lacht wieder.

Vreni Huber ist 76. Ein Bewegungsfan und Multitalent. Fitness, Tanz, Rythmik. Vor über 40 Jahren hat sie ihr Turn- und Fitnessstudio «Top-Fit-Club am Claragraben gegründet. Gemeinsam mit ihrem Mann. Vor anderthalb Jahren hat sie die Leitung des Studios abgegeben. An zwei junge Männer. Aber ihre Bewegungsstunden, Jazz-Tanz, Rücken- oder Fit-Gym, die hat sie behalten. Und wenn eine der anderen Kursleiterinnen in den Ferien ist, dann übernimmt sie auch deren Stunden, manchmal das volle Programm. «Das macht mir nichts.» Aber eigentlich, sagt sie, sei sie faul. Ein fauler Mensch. Hänge gern auf dem Sofa rum, entspanne, das könne sie stundenlang. Vielleicht ist auch das eines ihrer Geheimnisse. Entspannen können. Denn wenn sie dann in Bewegung ist, dann geht’s rund. Vor über zehn Jahren musste sie eine Hüfte operieren, später kam ein neues Kniegelenk dazu. Die Gelenke seien ihre Schwachstelle, immer schon gewesen. Aber Bewegung, das ist das Beste. Vor allem das Tanzen, der Jazztanz, das ist gut fürs Hirn, gibt Kraft, trainiert die Koordination. Viele vor allem Ältere, hätten Angst, sich zu bewegen. Falsch. Bewegung sei das A und O. Sagt sie schlicht. Dann springt sie auf. Der Turnverein, dem sie seit 50 Jahren angehört, feiert sein hundertjähriges Bestehen. Und natürlich ist sie im OK. Was heisst da OK, Herz und Niere der Feierlichkeiten. Gibt alles viel zu tun. Alle freuen sich auf das Fest. Und Vreni ist im Element. Kultfigur? Jedenfalls eine Frau mit Ausstrahlung.

Aktiv! Im Sommer dauert noch bis zum 28.August

Programmflyer