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Generationenwohnen im Westfeld

Ein neues Quartier entsteht

Alters- und familiengerechtes Wohnen auf dem Felix Platter Areal

Noch ist es eine Baustelle. Doch es tut sich schon einiges auf dem alten Felix Platter Areal. Bis Ende 2022 soll hier, auf 35'000 m2, ein neues Quartier mit rund 500 neuen Wohnungen entstehen. Verschiedene Player bringen verschiedenste Wohnkonzepte: Nicht nur neue Bewohnerinnen und Bewohner, auch neue Denkansätze werden hier einziehen. Wer interessiert ist, dereinst Teil dieses Lebensgefühls namens Westfeld zu werden, kann sein Interesse bereits jetzt anmelden.

Auf der einen Seite der Kannenfeldpark, auf der anderen die Bachgrabenpromenade und dazwischen dicht besiedeltes und befahrenes Stadtgebiet: In diesem Stadtteil sollen neben den Neubauten ein neues Boulevard, ein Wohnhof, ein Quartierplatz mit Brunnen sowie Grünflächen realisiert werden. Auf der Südseite, hin zum Hegenheimerquartier, bleibt das markante und unter Denkmalschutz stehende alte Spitalgebäude, das dereinst 134 Wohnungen verschiedener Grössen beherbergen wird. Im Erdgeschoss der neuen Blockrandbebauung und im alten Spitalgebäude sind Läden und Gemeinschaftsräume geplant, ein Kindergarten sowie eine Kinderkrippe. 220 Millionen Franken Baukosten sind projektiert, allein die Umnutzungs- und Rückbaukosten im alten Spital belaufen sich auf rund 55 Mio.

wohnen&mehr

Bauherrin ist die Baugenossenschaft wohnen&mehr. Ihr hat der Kanton Basel-Stadt das Areal von rund 35'000 m2 im Baurecht überlassen, mit der Vorgabe, darauf gemeinnützigen Wohn- und Lebensraum entstehen zu lassen. «Ein Modellprojekt, das für die ganze Schweiz Pioniercharakter haben wird», erklärt Projektleiterin Samira De Bortoli. «Gemeinnützig heisst unter anderem, dass wir nicht gewinnorientiert arbeiten, sondern die Wohnungen zur Kostenmiete anbieten.» Und das wird sich auf die Höhe der Mietzinsen auswirken. Sie werden kostendeckend aber nicht gewinnabwerfend sein. Das Modellprojekt bezieht verschiedenste Mitwirkende ein, herauskommen soll schliesslich ein bunter Mix an Bewohnerinnen und Bewohnern, ein Lebensraum der Generationen.

39 Wohngenossenschaften, LeNa-Haus und Co-Housing

Die Quartierbevölkerung wurde vor und während der Planung angehört und verschiedene Interessengruppen in die Vorarbeiten einbezogen. Etwa die IG Dynamo Westfeld, die 2022 einen soziokulturellen Quartiertreff mit sozialen und kulturellen Angeboten eröffnen möchte. Verschiedenste Vermieter und Player bringen hier ihre Ideen ein: Der Genossenschaft wohnen&mehr gehören ihrerseits 39 Wohngenossenschaften an, aber auch 83 Privatpersonen, die sich, neben Stiftungen und Firmen, am Projekt Westfeld beteiligen wollen.

Ein markantes Wohn- und Lebensmodell auf dem Westfeld wird etwa das LeNa-Haus sein, ein «Miteinanderhaus» der Bau- und Wohngenossenschaft «Lebenswerte Nachbarschaft». LeNa hat zum Ziel, besonders ökologischen Wohnraum für alle Generationen anzubieten: Individueller Wohnraum werden verringert, indem gewisse Zimmer wie etwa Gästezimmer oder auch Baderäume gemeinsam genutzt werden können.

Ein wieder anderes Konzept sieht der Verein «Wohnen+ Basel» vor, der sich im alten Spitalgebäude einmieten wird. Seine Mitglieder sind meist englischsprachige «Internationals», die jahrzehntelang in Basel gearbeitet haben und auch nach der Pensionierung in Basel bleiben wollen. Der gemeinnützige Verein hat ein Co-Housing-Konzept entwickelt, das kürzlich von der Age Stiftung mit einem Projektbeitrag von CHF 270'000.—ausgezeichnet wurde: Der Verein mietet 22 Wohnungen im ehemaligen Spitalgebäude und vermietet sie an seine über 50-Jährigen Mitglieder weiter. Dabei werden konsequent völlig neue Wege der Kooperation beschritten, welche dank Gemeinschaftlichkeit und gegenseitiger Unterstützung Ressourcen einsparen.

Last but not least, wird auch das Bürgerspital vertreten sein, mit einem abgestuften Angebot von kleinen Wohnungen mit Serviceleistungen.

Was allen Modellen zugrunde liegt, so erklärt Samira De Bortoli: Angestrebt wird bei der Vermietung eine soziale Durchmischung, die der Basler Bevölkerung entspricht. Ein besonderes Augenmerk wird auf Ideen gelegt, den individuellen Flächenverbrauch minimal zu halten. So muss beispielsweise eine Dreizimmerwohnung von mindestens zwei Personen belegt sein. Dafür stehen Aussenräume und Terrassenflächen allen zur Verfügung, die zu grosszügigem Wohngefühl verhelfen. Und um eine Preisvorstellung zu geben: Ziel ist, eine kleine 4-Zimmerwohnung zu etwa CHF 2000.— netto im Monat zu vermieten.

Sein Interesse anmelden

Wer an einer Wohnung und an den verschiedenen Wohnmodellen interessiert ist, kann Mitglied von wohnen und mehr werden und damit das Projekt unterstützen. Eine Mitgliedschaft garantiert zwar keine Berücksichtigung, wenn dann die Wohnungen vermietet werden, aber man wird mit einem Newsletter laufend über den Stand der Dinge informiert und gehört zu den ersten, die über den Vermietungsstart informiert werden.

Informationen und Kontaktadressen zu den einzelnen erwähnten Organisationen und Projektpartnern finden Sie hier:

Baugenossenschaft «wohnen und mehr»

Bau- und Wohngenossenschaft Lebenswerte Nachbarschaft

WohnenplusBasel

Bürgerspital Basel